Die Liebe

Autor: Lucky Luke 7. Februar 2007 @ 16:36

Die Liebe ist die wohl stärkste Zuneigung, die Menschen für einen anderen Menschen empfinden können. Natürlich wird der Begriff der Liebe auch für Sachen oder Tiere benutzt, alternativ auch eine Grundhaltung wie die Nächstenliebe. Die Platonische Liebe zum Beispiel gilt als rein seelische Beziehung zu betrachten, der keinerlei körperliche Beteiligung zugrunde liegt. Aber auch die Gottesliebe oder die Selbstliebe sind Gefühle, die intensiv gelebt werden können.

Die Liebe zwischen Menschen ist in erster Linie eine sehr sinnliche Empfindung, die durch Gefühle, aber auch durch Sprache und Handlungen gefestigt und intensiviert werden kann. Sie basiert zwischen zwei Menschen in erster Linie auf der Freiheit, nur so kann sich die Liebe frei entfalten. Sie zielt nicht auf den Besitz des anderen Menschen ab, sondern erkennt diesen an. Nur hierdurch, durch Respekt dem anderen gegenüber und das Recht auf freie Entfaltung beider Partner verfestigt die Liebe auf Dauer. Der Alltag vieler Menschen ist auf Rationalität gegründet. Hier bietet die Liebe einen wichtigen Gegenpol, denn sie kann auch als irrational bezeichnet werden. Einen anderen Menschen zu lieben ist keine rationale Entscheidung und somit ein Ausbrechen aus den starren Alltagsformen. Das Empfinden der Liebe wird in der ersten Phase als Verliebtsein bezeichnet. Dieses Gefühl wird geprägt von sexueller Anziehung und sinnlichem Verlangen. Das Verliebtsein steht daher auch eng in Verbindung mit der Befriedigung von sexuellen Wünschen und Bedürfnissen. Der Geschlechtsverkehr ist in dieser Phase von visuellen Reizen und Verlangen geprägt. One-Night-Stands können daher von besonderer Ekstase geprägt sein. Verliebte Menschen können nur schwer voneinandern lassen. Küsse und zärtliche Berühungen sollen die Gefühle füreinander ausdrücken. Besondere Stoffe im Gehirn (z.Bsp. Dopamin oder Adrenalin) sorgen sowohl für Aufregung als auch für Euphorie. Die sexuellen Duftstoffe, so genannte Pheromone, werden von Frauen und Männern gleichermaßen verstärkt abgegeben. Dieser Zustand kann unter Umständen auch zu einem Rauschzustand werden, der dann die Wahrnehmung und auch die Hemmschwellen sinken läßt. Bei Verliebten gelangt der Partner in den Vordergrund des Lebens, allgemeine Alltagsprobleme werden oft nicht mehr erkannt. Dieses Gefühl hält je nach Person zwischen einer Woche und mehreren Monaten an. Beide Partner fühlen sich in dieser Zeit sehr glücklich und lernen sich erst langsam kennen. Spätestens nach ca. zwei Jahren sollte das Verliebtsein in ein tiefes Gefühl der Liebe übergehen. Solche Gefühle sind viel komplexer. Sie spiegeln die Haltung gegenüber einem Menschen wider. Sexuelle Bedürfnisse werden hier nicht mehr so stark in den Vordergrund gestellt. Viel eher gelten von da an andere Werte wie Zärtlichkeit oder auch die Aufmerksamkeit dem Partner gegenüber. Die Liebe zweier Menschen hat in dieser Phase den Alltag erreicht. Es kann auch vorkommen, das die Beziehung zweier Menschen dann in eine eher freundschaftliche Beziehung übergeht, in der natürlich auch die eher negativen Eigenschaften eines Partners offen zutage treten. Streit und Versöhnung sind wichtige Punkte. Doch nur die tiefen Gefühle der Liebe lassen eine jahrelange Partnerschaft entstehen, in der der Alltag gelebt werden kann. Die Liebe zweier Menschen basiert nicht nur auf der Verbundenheit von Mann und Frau, sondern auch gleichgeschlechtliche Paare empfinden ebenso. Sowohl heterosexuelle als auch gleichgeschlechtliche Liebe können als Partnerschaft und auch als Ehe gelebt werden, die gleichermaßen anerkannt ist. In Deutschland wird monogam gelebt, polygame Beziehungen (ein Mann heiratet mehrere Frauen) sind eher in außereuropäischen Ländern und Kulturen vertreten.



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