Pheromone, der verführerische Duft
Pheromone, wer kennt sie nicht… Pheromone(Sexuallockstoffe) sind mittlerweile in aller Munde und man soll laut den Werbesprüchen einiger Auktionshäuser und diverser anderer Internetseiten die Gunst von so ziemlich jeder Frau erlangen. Erstmal hier eine kleine Erklärung was Pheromone überhaupt sind:
Die Kommunikation mit Pheromonen erfolgt über das Olfaktorische System, das sich in den Nasenhöhlen befindet. Der Begriff Pheromon stammt aus der griechischen Sprache und setzt sich aus den Worten Pherein (griechisch für überbringen, erregen) und Hormon (griechisch für bewegen) zusammen. Bereits 1959 wurde der Seidenspinnernder Botenstoff Bombykol als das erste Pheromon entdeckt. Die Biochemiker Karlson und Lüscher definierten Pheromone als “Substanzen, die von einem Individuum nach außen abgegeben werden und bei einem anderen Individuum der gleichen Art spezifische Reaktionen auslösen”. Diese Definition gilt bis heute. In der Landwirtschaft werden Pheromone schon seit einiger Zeit als äußerst wirksame und umweltverträgliche Mittel zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, die bestimmte Schädlinge wie zum Beispiel Borkenkäfer in Fallen zu locken, ohne gleichzeitig andere Insekten zu stören. Während bei zahlreichen Tieren schon lange bekannt war, dass die Signalübertragung über Gerüche eine große Rolle für das Sozialverhalten spielt, wurde für den Menschen in der Vergangenheit dieser Art der Kommunikation nur wenig Bedeutung beigemessen, da sie gegenüber den optischen und akustischen Reizen von untergeordneter Bedeutung angesehen wurde. Entsprechend gibt es zwar umfangreiche Studien darüber, welche körperlichen Proportionen bei Männern und Frauen attraktiv wirken, während über die Wirkung von Pheromonen bisher deutlich weniger Studien durchgeführt wurden. Mittlerweile muss es jedoch als erwiesen gelten, dass Pheromone in einen nachweisbaren und reproduzierbaren Effekt auf das Verhalten von Menschen hat. Dies wurde bisher insbesondere auf dem Gebiet der sexuellen Aktivität untersucht. Neben den Effekten für das sexuelle Verhalten gibt es jedoch noch eine Reihe weiterer Signale wie zum Beispiel Angst oder Aggression, die ebenfalls über Pheromone transportiert werden können. Pheromone wirken intraspezifisch, also nur innerhalb einer Art. Das bedeutet, das Pheromone von Tieren nur auf deren spezifische Art einen Effekt haben und umgekehrt menschliche Pheromone nur auf Menschen wirken.
Placebokontrollierte Studien der San Francisco State University und der Harvard-Universität ergaben, dass ein mit synthetischen, geruchslosen Pheromonen versetztes Parfum bei Frauen verschiedenen Alters die Häufigkeit des Pettings, Küssens usw. statistisch signifikant gegenüber der Placebogruppe erhöhte. Die sexuelle Motivation der Probandinnen wurde jedoch nicht durch die Pheromone erhöht. Das Pheromon erhöhte vielmehr die Attraktivität der Frauen gegenüber Männern. Umgekehrt konnte auch gezeigt werden, dass von Männern gewonne Pheromone den Zyklus, die Fruchtbarkeit und sogar die Emotionen von Frauen signifikant beeinflussen können. In anderen Studien konnte gezeigt werden, dass stillende Mütter und ihre Kinder für einen bestimmten Zeitraum Pheromone aussondern, die den Zyclus und die Fruchtbarkeit anderer Frauen in ihrer Umgebung regulieren. Man nimmt an, dass auf diesem Mechanismus auch der Effekt beruht, der bei vielen Naturvölkern mit engem gesellschaftlichem Zusammenleben die Synchronisierung der Zyklen der Frauen verursacht. Der Zweck dieser Abstimmung über Pheromone ist bis heute noch nicht abschließend geklärt. Die Empfindlichkeit, mit der ein Mensch auf Pheromone reagiert, scheint individuell unterschiedlich zu sein. Deswegen sind äquivalente Dosen desselben Pheromones für verschiedene Menschen nicht unbedingt gleich wirksam. Neuere Untersuchungen der Universität Stockholm weisen darauf hin, dass die Verarbeitung verschiedener geschlechtsspezifischer Pheromone auch für die sexuelle Ausrichtung verantwortlich sind. So wurde mit Hilfe der Positronen Emmissions Tomographie (PET) festgestellt, dass homosexuelle Männer die geschlechtsspezifischen Pheromone AND und EST analog wie heterosexuelle Frauen verarbeiten, während homosexuelle Frauen in diesem Punkt eher heterosexuellen Männern ähneln. Hetero- und Homosexualität scheint deswegen zu einem nicht unerheblichen Anteil über Pheromone und ihre Verarbeitung im menschlichen Gehirn gesteuert zu werden. Seit einiger Zeit werden auch Präparate angeboten, die menschliche Pheromone enthalten und entsprechende Wirkungen entfalten sollen. Hier empfiehlt sich ein kritischer Produktvergleich, um nicht auf unseriöse Angebote hereinzufallen. Ein paar praktische Hinweise sollen hier zusammengefasst werden. Pheromone sind aus chemischer Sicht Substanzen mit komplexer Molekularstruktur, deren Gewinnung oder Synthese durchaus nicht einfach ist. Entsprechend teuer sind Präparate mit diesen Wirkstoffen. Es ist nicht sehr plausibel, wenn Pheromone zu Spotpreisen angeboten werden. Außerdem sollte man mißtrauisch sein, wenn ein Präparat für Männer und Frauen gleichermaßen wirksam sein soll. Pheromone wirken nämlich geschlechtsspezifisch und dasselbe Pheromon wirkt auf Männer anders als auf Frauen. Es sollte also Präparate für Männer und Frauen geben. Weiterhin sind Pheromone organische Substanzen die nicht unbegrenzt stabil sind. Deswegen sollte man darauf achten, ob das Präparat Hinweise auf die empfohlene Lagertemperatur, Haltbarkeitsdauer und den Schutz vor Sonne und helles Licht enthält, so wie Medikamente oder Fruchsäfte. Wenn kein solcher Hinweis auf der Packung zu finden ist, handelt es sich möglicherweise um eine Fälschung. Wenig hilfreich zur Qualitätskontrolle sind dagegen Geruchsproben und Ähnliches, da zahlreiche Pheromone zwar über den Nasenraum wahrgenommen werden, aber trotzdem keinen eigenen Geruch haben. Dies scheint zwar auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein, ist aber durch mehrere wissenschaftliche Studien erwiesen. Falls man Präparate mit Pheromonen anwendet, sollte man sich bewußt sein, dass die Wirkung zeitlich begrenzt ist. Ähnlich wie bei einem Parfum läßt die Wirkung nach einiger Zeit nach und muß durch erneutes Auftragen des Wirkstoffes erneuert werden. Im Rahmen der oben erwähnten wissenschaftlichen Studien wurden die Pheromone jeweils mit einem Parfum gemischt, so dass die Probanden sich am Geruch orientieren konnten und wußten, wann ein erneutes Auftragen notwendig war. Eine weitere Analogie zu Parfums ist, dass die Wirkung von Pheromonen nicht auf eine bestimmte Person steuerbar ist. Pheromone verhalten sich wie Aromastoffe und bilden eine Art Wolke, die denjenigen der sie trägt umgibt. Jeder, der in der Nähe ist und für das entsprechende Pheromon empfänglich ist, wird darauf reagieren. Wenn jedoch einige Personen nicht reagieren, kann dies daran liegen, dass diese auf das verwendete Pheromon einfach nicht ansprechen. In diesem Fall kann es hilfreich sein, auf ein anderes Präparat mit einem anderen Pheromon zu wechseln. Die genaue Lage des Olfaktorischen Systems, dass die Pheromone resorbiert und verarbeitet, ist heute recht genau bekannt. Mit diesem Wissen wird man in Zukunft auch bestimmte Techniken der Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie neu überprüfen müssen. So kann der Nervus Olfaktorius bei einer operativen Korrektur der Nasenscheidewand oder bei plastischen Operationen dieses Areals beschädigt oder sogar durchtrennt werden. Welche Bedeutung dies für die Fähigkeit des Menschen hat, Pheromone wahrzunehmen ist ebensowenig untersucht wie die möglichen Folgen für das Sozialverhalten.

Paris Hilton hat doch ein Parfüm rausgebracht, da sind auch Pheromone drin, die das andere Geschlecht beeindrucken und anlocken sollen. Hmm, vielleicht sollte ich das mal ausprobieren….kan zumindest nicht schaden, oder?
))
Kommentar von Ina — 26. Juli 2007 @ 16:30
Hallo Ina,
ich habe mal den Link in deinem Namen entfernt, da ich für Douglas nicht unbedingt Schleichwerbung machen möchte.
Kommentar von Tom — 26. Juli 2007 @ 17:02
Ist zwar teuer, aber das Zeug funktioniert.
))
Kommentar von kc122 — 7. November 2007 @ 20:02
Es ist interessant , dass in eingen Kaufhäusern sogar die kaufkraft gesteigert werden kann. in Sofern ist es doch bedenklich, wie die Gesellschaft manipuliert werden kann.
Kommentar von Marylin — 26. Januar 2008 @ 16:47
Das ist noch die harmlose Art der Manipulation. Die wesentlich schlimmere Art der Manipulation geht da wohl eher von den Medien, Staat und Geschichtsbüchern aus. Wer da ein wenig kratzt und recherchiert, wird wesentlich schlimmeres feststellen.
Kommentar von Tom — 27. Januar 2008 @ 13:19
Also ich benutze Pheromone seit nun schon bestimmt einem halben Jahr. Es ist kein Wundermittel, aber eine gewisse Wirkung ist sicherlich vorhanden. Jedoch gibt, es grob geschätzt, von 20 Sprays gerade mal 1-2 die etwas taugen. Im Prinzip ist es ganz einfach: Je höher der Preis umso sicherer der Fall das es wirkt. Bei den Billigprodukten bleibt zu 99 % jede Wirkung aus. Es kommt immer drauf an wie hoch und welche Pheromone in einem Spray enthalten ist. Und noch etwas: Einfach einsprühen und am “Target” vorbeizurennen bringt so gut wie gar nix. Nur wenn man ins Gespräch kommt, entfaltet sich eventuell(!) die erhoffte Wirkung. Ich schreibe hier bewußt “eventuell”, weil ich weiß, daß es immer auch auf den Zyklus der Frau ankommt. Mal ist sie eben gebärfreudiger ^^, einen anderes Mal ist sie eher abweisender. Und hier ist es dann eben so: Entweder springt sie auf die Pheromone an oder sie werden gar unbewußt vom “Target” abgewehrt. Und noch eine eiserne Regel im Hinblick auf das Sprühverhalten: Weniger ist mehr!
Zum Schluß bleibt eigentlich nur noch zusammenfassend zu sagen: Wer glaubt das ihm mit dem besten Pheromonspray die Frauenwelt zu Füßen liegt, den muß ich leider bitter enttäuschen. Man sollte es eher als ein “Pluspünktchen” beim eigenen “Attraktivitätsaufbau” betrachten. Nicht weniger aber auch nicht mehr. Das Ansprechen von Frauen wird damit auch nicht erleichtert. Also entscheidet selbst, was es euch wert ist!
Kommentar von René — 29. März 2008 @ 12:13
ich finds krass. durch chemie einen anderen menschen beeinflussen?
Kommentar von eschanton — 30. März 2008 @ 07:01
Erst mal besten Dank ,das das Thema hier zur Sprache kommt.Ich habe nicht gedacht,dass Pheromone funktionieren.Allerdings hat mich ein Freund ,der diesen Stoff schon seit Jahren erfolgreich benützt eines Besseren belehrt.Es funktioniert…und wie
Kommentar von Carlos — 14. Mai 2008 @ 00:20
ich sach nur es wirkt
Kommentar von mister mister — 17. Juni 2008 @ 19:49
Krass! Entweder es ist nur eine heftige Einbildung, was ich mir nicht vorstellen kann, oder das Zeug wirkt wirklich. Frauen suchen förmlich die nähe, wenn man sich mit dem Spray eindieselt. Nicht schlecht. Danke!
Kommentar von eric — 30. September 2009 @ 11:55